Das "Bauhaus der Gesellschaft"

Kurs-Wochenende zum 100jährigen Bauhaus-Jubiläum

Ein Bauhaus-Wochenende, drei Werkräume

2019 findet das 100-Jährige Gründungsjubiläum des legendären Bauhauses statt – Anlass genug, für ein Wochenende in die Historie, die Werkstätten und den experimentellen Geist der Schule für Gestaltung einzutauchen und eigenhändig in Bauhaus-Manier gestalterisch tätig zu werden! In drei Werkräumen – Holz, Keramik, Grafik/Typografie – können Sie mit Design-Profis erforschen, neu denken und planen, entwerfen und verwerfen, experimentieren und realisieren, kommunizieren und konstruieren. Dabei stehtdas eigene Machen in dem jeweiligen Gewerk ebenso im Fokus wie disziplinübergreifende und gesamtgesellschaftliche Fragen– denn „Gestaltung" hat immer etwas mit dem großen Ganzen zu tun.

Kompaktkurse
Beginn: Freitag, 24.05.2019 / 15.00 Uhr
Ende: Sonntag, 25.05.2019 / 15.00 Uhr
* Die Preise stehen noch nicht fest – sie werden Anfang Februar auf unserer Homepage und in einem gesonderten Programmheft bekannt gegeben. Reservierung und Anmeldung bereits möglich über unser Büro




Alle drei Werkräume beginnen mit einer Führung durch die Ausstellung „Zwischen Utopie und Anpassung. Das Bauhaus in Oldenburg" im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.

 

NEU AM BAUHAUS: PORZELLANFOLIE

Mit Industriedesignerin Judith Stuntebeck

1923 war für Walter Gropius klar: Die Industrie ist die bestimmende Kraft der Zeit. „Kunst und Technik – Eine neue Einheit" – mit diesem Leitsatz formuliert er vor fast 100 Jahren eine Prämisse, die das Bauhaus bis heute prägt.
Die Industriedesignern Judith Stuntebeck nimmt diesen Gedanken auf. Werden Sie in ihrem Kurs zum "Bauhausler" des 21. Jahrhunderts. Ihr Werkstoff ist ein neues Material aus der technischen Keramik: die Porzellanfolie Keraflex®. Sie ist hoch flexibel, erinnert an Papier und ist ausgesprochen vielseitig. So lässt sie sich stanzen, prägen, schneiden, falten, biegen, laminieren und glasieren. Wie gehen wir mit diesem Material um? Wie nutzen wir die Möglichkeiten aus Sicht von Handwerk und Industrie und wie in punkto Design und Kunst? Und was wird aus der Bauhaus-Idee: Den Alltag zu revolutionieren und eine neue, bessere Welt zu gestalten? Ein spannendes Experiment, bei dem sich theoretische mit praktischen Parts abwechseln. Dabei durchlaufen wir den kompletten Designprozess von der Entwicklung einer Idee bis zur Umsetzung von Prototypen.

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VON DER LINIE ZUR FLÄCHE ZUM WORT

Mit Grafik- und Informationsdesigner Roland Wehking.

Schrift und Grafik sind im Alltag so selbstverständliche Kommunikationsformen, dass wir sie nur wahrnehmen, wenn uns etwas stört oder besonders heraussticht. Mit seinen Entwürfen für Plakate, Buchcover, Logos und andere grafische Werke gab das Bauhaus wesentliche Impulse für unser heutiges Grafikdesign und wurde zur Keimzelle für die Bewegung der „Neuen Typographie".

Die Auseinandersetzung mit grafischen Werken des Bauhauses dient in diesem Workshop mit Grafikdesigner Roland Wehking als Inspirationsquelle für die eigene praktische Arbeit an einem selbst gewählten, grafischen Werkstück. Nähern Sie sich experimentell der Gestaltung mit Linie, Fläche und Schrift, entwerfen Sie mit Siebdrucktechnik vielfältige Drucksachen in kleiner Auflage oder realisieren Sie künstlerische Einzelwerke. Ob mit Kopier- oder Collagetechnik, Pinsel und Stift oder am Rechner – auf dem Weg ist erlaubt, was gefällt.

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DEINE IDEE, DEIN ENTWURF, DEIN DESIGN

Mit Industriedesigner Ole Marten

„Es gibt doch alles schon!" Wozu brauchen wir eigentlich den einmillionsten Entwurf eines Sitzmöbels? Ganz einfach: Weil er etwas im Umfeld verändert oder weil er auf Veränderungen reagiert – das macht ihn interessant und bedeutsam. So hat das Bauhaus innovative Sitzmöbel entworfen, die teilweise noch ihre Aktualität besitzen. Doch welchen Herausforderungen und Anforderungen muss ein Sitzmöbel heute und zukünftig standhalten können?

Stürzen Sie sich in den Designprozess: In der Holzwerkstatt mit Designer Ole Marten entwerfen, konstruieren und modellieren Sie individuelle Sitzmöbel-Projekte. Brauchen wir ein mitwachsendes und schrumpfendes Möbel, ein Möbel, das Kommunikation fördert oder unterbindet, ein transportables, platzsparendes, leichtes, recyceltes,...? Anhand von Modellen (Mockups) aus Holz, Polystyrolplatten oder Filzen werden Sinnhaftigkeit, Konstruktion und Ästhetik, Haptik und Ergonomie des eigenen Möbel-Entwurfs hinterfragt, über Nachhaltigkeit und Materialqualitäten gesprochen– und Sie präsentieren am Ende im besten Falle realisierbare Möbelstücke.

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